Im Atemholen sind zweierlei Gnaden von Johann Wolfgang Goethe

Im Atemholen sind zweierlei Gnaden:
Die Luft einziehen, sich ihrer entladen;
Jenes bedrängt, dieses erfrischt;
So wunderbar ist das Leben gemischt.
Du danke Gott, wenn er dich preßt,
Und danke ihm, wenn er dich wieder entläßt.

 
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… aus dem „Buch des Sängers“, dem ersten Buch des West-östlichen Divan“ (1814-1819).
… „Meine Absicht ist dabei auf heitere Weise den Westen und Osten, das Vergangene und
Gegenwärtige, das Persische und Deutsche zu verknüpfen und beiderseitige Sitten und
Denkarten übereinandergreifen zu lassen.“

aus: Gedichte fürs Gedächtnis, Ausgewählt und kommentiert von Ulla Hahn,
Deutsche Verlags-Anstalt, 1999, München, S. 182

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