Der Geiger von Heinz Erhard

Unterm Arm die Violine,
Auf dem Haupte Brillantine,
So besteigt mit ernster Mine
Er die kunstverseuchte Bühne.
Mit den Haaren von ’nem Pferde
Streicht er weitentrückt der Erde
Voll Gefühl und Herzenswärme
Über straff gespannte Därme.
Und der Lauscher dieser Handlung
Denkt infolge innerer Wandlung
An die Pfoten grauer Katzen:
Auch ein Geiger kann gut kratzen.

aus: Noch ’n Gedicht
Oldenburg, 2002, Lappan Verlag

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